On-demand Rainbows (next nature)

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Der Regenbogen ist ein beliebtes Motiv im postirony-blog. Das beginnt schon mit dem postironischen Manifest. Warum eigentlich? Geht es dabei um die Wahrnehmung (oder die Einbildung) des Erhabenen? Die enthusiastischen Reaktionen auf den Double Rainbow legen die Vermutung nahe. Für Immanuel Kant war das Sublime die „Erhebung“ über die Sinnlichkeit, für Schiller der „Ausgang aus der sinnlichen Welt“. Und nach Adorno tritt angesichts des Erhabenen „das Ich, geistig, aus der Gefangenschaft in sich selbst heraus“ – »Die Träne quillt, die Erde hat mich wieder!« (Ästhetische Theorie. Ges. Schriften Bd. 7, 1970, S. 410)
Was ich dazu bei nextnature.net gefunden habe, zeigt einen ganz wunderbar postironisch pragmatischen Umgang mit dem Erhabenen: „On-demand Rainbows“

Manufactured Rainbows

Why wait for old nature to give us rainbows when we have so many ways of making our own? The image above shows solar-powered installation that uses recycled rainwater to create on-demand rainbows in Omaha, Nebraska.

But if you need something more mobile this is also an option. The video above shows a guerilla style drive-by rainbow graffiti.


Or what about a portable rainbow for when you need some color on the move?

via http://www.nextnature.net/2011/05/manufactured-rainbows/

2 Gedanken zu „On-demand Rainbows (next nature)“

  1. Wow, warum überhaupt noch auf etwas warten? Wir haben ja schon so gut wie alle Zügel in der Hand …

    In der Möglichkeit der willkürlichen Anwendbarkeit und der unbegrenzten Vervielfältigung des Regenbogens verliert das Besondere des ursprünglichen Regenbogens seine Magie.
    Wenn der Trend seinen lauf nimmt und sich verbreitet, Nachahmer findet, dann könnte man sich wohlmöglich bald beim Anblick eines Regenbogens denken: „Ahja, langweilig, schon wieder ein Regenbogen“
    Ich persönlich freue mich auch nicht mehr wenn ich eine Lampe anknipse und denke: „Wow, es ist ja hell – als ob es Tag wäre.“

    Wenn ich genau verstanden hätte, was Postironie „ist“ und „will“ würde ich dies auch gerne in Zusammenhang bringen. Leider tue ich mich da etwas schwer. Meine Vermutung ist ja, dass Postironie gar nicht „verstanden“ werden will. Was meint ihr dazu?

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